Familien bilden eine große Wählerschaft. Insbesondere im Hinblick auf die Landtagswahl am 14. 03. 2021 ist es daher für uns von großem Interesse zu erfahren, wie unsere Landespolitiker der unterschiedlichen Parteien den Umgang mit Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie beurteilen und was sie in der Zukunft planen. Rückmeldungen erhielten wir von den Parteien Bündnis 90/Die Grünen, SPD, ÖDP, DIE PARTEI, Piratenpartei und Freie Wähler.

Bei manchen Themen waren sich die Politiker einig. Alle Schülerinnen und Schüler ein ganzes Schuljahr wiederholen zu lassen, erscheint keinem als eine sinnvolle Lösung. Auf die Frage, ob die Schließung von Kitas und Schulen richtig war und ist erhielten wir jedoch sehr unterschiedliche Antworten. Die Grünen sehen sich im Zwiespalt. „Unter epidemiologischen Gesichtspunkten war die Schließung von Kindertageseinrichtungen, Grund- und weiterführenden Schulen aus unserer Sicht unumgänglich“, erwiderten uns Dr. Sandra Detzer und Oliver Hildenbrand. Wenngleich die „besondere Bedeutung von sozialen Kontakten und Präsenzunterricht“ berücksichtigt werden müsse.

Den Piraten fällt die Beurteilung leichter: „Die Schulen und Kindergärten hätten umgehend geschlossen werden und geschlossen gehalten müssen.“

Ute Göggelmann von der ÖDP nimmt hierzu eine klare Gegenposition sein: „Ich hätte durchgehend Schulen und Kita offen gehalten mit Hygienekonzept.“ Dies entspricht auch dem Ansinnen von Bernd Sommer und Christian Kollmar von DIE PARTEI. Allerdings mit dem Unterschied, dass es ihrer Meinung nach „aber ohne Lehrer und Betreuer“ organisiert werden sollte.

Auch bei der Frage, was zur stärkeren Berücksichtigung der Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen getan werden sollte, gehen die Meinungen auseinander. Bernd Barutta von den freien schlägt die „Stärkung der Partizipationsmöglichkeit von Jugendlichen im Schulalltag und Schulleben“ vor. Konkreter wird Andreas Stoch von der SPD. Er möchte das Wahlalter auf 16 senken, Jugendgemeinderäte fördern und Instrumenten der direkten Demokratie ausbauen.


2 Kommentare

Florian Albert · März 14, 2021 um 1:47 pm

Mich befremdet sehr, dass ausgerechnet von CDU und FDP keine Rückmeldung erfolgte. Ein Schelm wer Böses dabei denkt… Gibt es dafür eine Erklärung? einen Erklärungsversuch?

    Ulrike Krüger · März 14, 2021 um 7:00 pm

    Selbstverständlich haben wir alle demokratischen Parteien mit Ausnahme der AFD oder anderen rechtsextremen Parteien angeschrieben und diesen die Möglichkeit gegeben an unserer Erhebung teilzunehmen. Leider haben wir sowohl von der FDP als auch von der CDU keine Rückmeldung erhalten. Die Partei „die Basis“ wollte einen standardisierten Fragebogen nicht ausfüllen, weil das nicht ihrem Verständnis eines politischen Diskurses erfüllt.

    Das Bedauern wir, denn es bietet dadurch einen geringeren Überblick. Dennoch haben wir die Ergebnisse auch aus Respekt gegenüber denjenigen, die teilgenommen haben und auch als Information für Interessierte so wie vorab geplant veröffentlicht.

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