Der Verein „Initiative Familien“ besteht aus einem großen, ehrenamtlich aktiven, bundesweit verteilten Team. Interdisziplinäre Zusammenarbeit, konstruktiver Dialog, der Wunsch, Lösungen zu entwickeln und voranzutreiben, sind unsere Basis. Wir setzen auf wissenschaftliche Erkenntnisse und haben einen hohen professionellen Anspruch an unsere Arbeit, den wir durch die verschiedenen beruflichen wie privaten Hintergründe unserer Mitglieder sicherstellen können.

Uns alle eint der Wunsch, etwas für Kinder, Jugendliche und Familien zu bewegen. Viele von uns sind Eltern, aber auch andere engagierte Bürger sind bei uns willkommen. 

Wir arbeiten überparteilich, aber stehen im Kontakt mit allen demokratischen Parteien, um unsere Themen zu besprechen. Mit extremen Gruppierungen egal welcher Richtung möchten wir weder in der Politik noch anderswo zusammenarbeiten.

Von zwei losen Initiativen zu einem langfristigen Verein

Hervorgegangen ist der Verein aus den beiden Initiativen „Familien in der Krise“ und „Kinder brauchen Kinder“, die sich zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 gebildet hatten, als nur allzu deutlich wurde, dass Kinder, Jugendliche und Familien in den Plänen der politischen Verantwortlichen weit hinten anstehen. Im Herbst hatten die beiden Initiativen beschlossen, ihre Kräfte in einem offiziellen Verein zu bündeln und damit auch langfristig Kindern, Jugendlichen und Familien ein Stimme zu geben. 

Die Vereinsgründung von „Initiative Familien“ im zweiten „Lockdown“ im Winter 2020/2021 mit erneut geschlossenen Bildungseinrichtungen und ohne tragfähige Konzepte für Familien zeigt, dass Engagement in den Bereichen Bildung, Kinderrechte, Gewaltschutz und Vereinbarkeit von Familie und Beruf dringend nötig ist.

Einige Stimmen, warum wir uns engagieren…

Anne (47) aus Niedersachsen, Mutter von 2 Kindern (6 und 8)
„Seit ich Kinder habe, stelle ich fest, wie wenig unsere Gesellschaft und die staatlichen Einrichtungen sich an den Bedürfnissen der Kinder orientieren. Das System sollte sich jedoch den Kindern anpassen, nicht umgekehrt. Ich möchte meine verfügbare Energie hier dafür einsetzen, dass Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft jede Unterstützung bekommen, um ihr gesamtes Potenzial zu entfalten, um selbständige kreative und positive Erwachsene zu werden, die eine bessere Welt mit gestalten wollen.“

Milan (33) aus Berlin, Vater zweier Söhne (5 und 1 Jahr)
„Der Fokus der politischen Entscheider in diesem Land liegt leider viel zu selten auf den Familien und insbesondere Kindern. Ich setze mich dafür ein, dass die Zukunft unserer Kinder nicht geopfert wird und die versprochene Priorisierung der Bildungseinrichtungen realisiert wird. Die Kinder haben lange genug die Hauptlast der Pandemiebekämpfung getragen.“

Katja (50), Architektin aus Rheinland-Pfalz, zwei Kinder (9 und 14 Jahre)
„Ich hätte nie für möglich gehalten, wie rücksichtslos über die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in dieser Krise hinweggegangen wird. Sie gehören ebenfalls zu einem sehr sensiblen und vulnerablen Teil unserer Gesellschaft und bedürfen unseres Schutzes! Dass sie stattdessen zum Schutz der Erwachsenen so massiv benachteiligt werden, teilweise mit Konsequenzen für ihr ganzes noch so junges Leben, macht mich tief traurig. Immer noch, allen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Trotz, wird vor allem in Deutschland die Pandemie massiv auf dem Rücken der Kleinsten ausgetragen. Umso wichtiger ist es, Kindern und Jugendlichen hier eine Stimme zu geben. Dafür engagiere ich mich jetzt.“

Carola (37), Leiterin Innovation und Kommunikation aus Baden-Württemberg, 2 Söhne (1 und 6 Jahre)
„Mir ist es wichtig, Politikern und allen ohne Kindern klar zu machen, dass Kinder Menschen mit eigenen Rechten, Bedürfnissen und Persönlichkeiten sind und nicht nur das Anhängsel ihrer Eltern und dass wir als Gesellschaft, ihnen ein gutes Aufwachsen ermöglichen müssen.“

Eva (40), Mutter von zwei Mädchen (5 und 9 Jahre), Erzieherin in Ausbildung
„Ich bin immer noch fassungslos wie die Politik aber auch die Gesellschaft mit uns Familien und vor allem mit unseren Kindern umgeht. Anstatt die schwächsten zu schützen und zu fördern, werden sie stigmatisiert und isoliert. Keine andere Gruppe treffen die Maßnahmen so stark wie Kinder und Jugendliche. Ich habe selbst im ersten Lockdown die Erfahrung gemacht, wie man mit den Kleinsten umgeht als ich aus einer Tankstelle geworfen wurde, weil ich mein Kind dabei hatte. Ich möchte dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche ihr Leben zurück bekommen. Sie benötigen den Schutz und nicht wir Erwachsenen vor den Kindern.“

Silvia (36), Mutter zweier Söhne (3 und 5 Jahre)
„Ich finde die Ungerechtigkeit gerade unfassbar und bin zutiefst erschüttert, was aktuell passiert. Die Politik hat die Sicht auf das große Ganze verloren und ich hoffe wir können dabei helfen, dass Kinder mehr gehört werden.