Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) und die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) haben in der Vergangenheit in mehreren Stellungnahmen die grundlegenden Erkenntnisse zur Rolle der Kindertagesstätten und Schulen in der COVID-19-Pandemie zusammengetragen und aktualisiert. Die von DGKH und DGPI vertretenen Positionen stehen nahezu deckungsgleich im Einklang mit den Erklärungen der wichtigsten internationalen Institutionen wie WHO, ECDC und CDC. Sie verweisen auf die massiven Kollateralschäden von Schul- und Kitaschließungen und halten die Einschränkungen, die den Kindern und Jugendlichen fremdnützig auferlegt wird, für nicht gerechtfertigt. Die AHA+L Regeln können an Schulen sehr gut umgesetzt werden und sind auch gegen die Virusvarianten („Mutationen“) wirksam.

Einige Kernaussagen:

– Epidemiologisch folgen die Infektionen bei Kindern dem Infektionsgeschehen bei Erwachsenen, sie gehen ihm nicht voraus.

– Die Kollateralschäden durch Schließung von Kitas und Schulen sind gravierend und bisherzu wenig berücksichtigt worden.

– Schulen und KiTas sind für Kinder und Jugendliche systemrelevant. Einschränkung der Grundrechte von Kindern und Jugendlichen, die ihnen fremdnützig auferlegt wird, bedarf einer strengen ethischen Abwägung und wissenschaftlich konkret belegbaren Rechtfertigung.

– Die AHA+L-Regeln sind auch gegen die neuen Virusvarianten wirksam und effektiv.

– Die derzeit benutzte 7-Tage-Inzidenz der gemeldeten Neuinfektionszahlen ist als Steuerungsmechanismus untauglich.)

Mehr lesen:

Ausführliche Stellungnahme vom 18.01.2021: https://dgpi.de/aktualisierte-stellungnahme-der-dgpi-und-der-dgkh-zur-rolle-von-schulen-und-kitas-in-der-covid-19-pandemie-stand-18-01-2021/

Aktualisierung vom 05.02.2021: https://dgpi.de/stellungnahme-dgpi-dgkh-kinder-in-der-covid-19-pandemie-2020-02-05/


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