Pressemitteilung der Initiative Familien e.V.: „Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sichern“

Fehlende psychotherapeutische Weiterbildung droht zum Flaschenhals in der Versorgung zu werden!

Wir fordern die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag auf, die psychotherapeutische Weiterbildung jetzt dauerhaft und ausreichend abzusichern und dabei die Auswirkungen auf die Versorgung von Kindern und Jugendlichen ausdrücklich zu berücksichtigen.

Dazu gehören insbesondere:

  1. Ausreichend finanzierte Weiterbildungsstellen: Approbierte Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten müssen die Möglichkeit erhalten, ihre erforderliche Weiterbildung zeitnah und unter angemessenen Arbeitsbedingungen zu absolvieren.
  2. Vollständige Berücksichtigung der Weiterbildungskosten: Neben der Vergütung der Weiterzubildenden müssen auch verpflichtende Bestandteile wie Supervision, Theorie, Selbsterfahrung und Anleitung angemessen finanziert werden.
  3. Einbeziehung aller Versorgungsbereiche: Die Finanzierung muss Weiterbildungsambulanzen, Praxen, Medizinische Versorgungszentren und Kliniken berücksichtigen.
  4. Kinder und Jugendliche stärker berücksichtigen: Die psychotherapeutische Versorgung junger Menschen braucht eine eigenständige, bedarfsgerechte Planung und ausreichende Weiterbildungsangebote für diesen Versorgungsbereich.
  5. Transparente Planung der Versorgungskette: Studienplätze, Approbationen, Weiterbildungsstellen und spätere Versorgungskapazitäten müssen langfristig geplant und bundesweit regelmäßig neu erfasst werden.

Die politische Zielsetzung muss deshalb über die kurzfristige Beseitigung einzelner Finanzierungslücken hinausgehen. Deutschland braucht eine verlässliche Versorgungskette von Studium über Approbation und Weiterbildung bis zur tatsächlichen Versorgung. Nur so lässt sich verhindern, dass aus heutigen Weiterbildungsengpässen morgen zusätzliche Therapieengpässe entstehen.

Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen darf nicht an Zuständigkeits- und Finanzierungsgrenzen scheitern!

Hier geht es zur Pressemitteilung.

Für Rückfragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Initiative Familien e.V. –
Das Sprachrohr für die Rechte und Bedürfnisse der Kinder und Familien.

www.initiativefamilien.de